Erika Rusterholz' Erfahrungen: was ein Garten bewirken kann

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Seit meiner Kindheit bin ich Naturfan, freue mich über bunte Blumen und möglichst viele Vögel und Amphibien im Garten:

Mein erstes Gärtlein gibt es schon lange nicht mehr, ab 1962 stand dann nur noch ein Balkon zur Verfügung, zehn Jahre später jedoch ein grösserer Garten im Zürcher Unterland mit inzwischen sehr gewachsenen Sträuchern und Bäumen, zwei kleinen Teichen und vielen Blumen, diese speziell während der Frühjahrszeit, d.h. Natur pur.

 

Ich war nie sportbegabt, sass also während der langen Winterzeit vorzugsweise neben einem Ofen und bewegte mich viel zu wenig, denn der Garten war entweder schneebedeckt oder gefroren oder einfach nass. Das musste ich dringend ändern, damit ich auch im hohen Alter noch etwas beweglich sein werde. Ich brauchte also einen Garten, der ganzjährig bearbeitet werden kann, der mich fit hält:

gefunden habe ich ihn 1993 mit einem zugehörigen "Studio" (Einraumwohnung mit kleinem Bad und einem grösseren "Portico") an der italienischen Riviera. Ich fühle mich vom Glück begünstigt, ein solches Kleinod in einer mir sehr zusagenden Gegend besitzen zu dürfen.

 

Dann, im Januar 2004, wurde beidseits Brustkrebs diagnostiziert - die Operation liess ich stoisch über mich ergehen, danach überwältigte mich ein Tief, wie ich es bis anhin nicht gekannt hatte. Ich hatte Angst vor Nebenwirkungen und wollte mich nicht bestrahlen lassen. Eine Woche Nachdenken in meinem Riviera-Garten zwischen all den farbenfrohen Blumen überzeugte mich: die Bestrahlung war absolut notwendig, denn dieses kleine Stück Paradies sollte doch eine Zukunft haben.

 

Ich bin inzwischen 82-jährig geworden, einige gesundheitliche Probleme sind mir gefolgt...

Es ist wiederum dieser Garten, der mir hilft, in guter Verfassung zu bleiben: ich kann da auftanken, mich trotz kleinerer Gartenarbeiten erholen - das leicht subtropische Klima, das feine Gesumse und Gezirpe, die Blumen, Laubfrösche und weiteres Getier im leicht überschaubaren Riviera-Garten lösen in mir immer wieder ein Glücksgefühl aus.

Ich fahre immer noch etwa 5 - 6mal zwischen Februar und November zum Mittelmeer, meistens mit der Bahn. Etwa 8 - 12 Tage bleibe ich und nehme die Eindrücke des Gartens mit nach Hause - davon kann ich dann länger zehren...

Dieses

 

führt zu einer sehr ausführlichen Dokumentation mit

- vielen Bildern der Mittelmeerflora,

- Bildern von einheimischen und einigen tropischen Orchideen,

- vielen Sukkulenten,

- diversen Laubfröschen (vom Laich bis zum erwachsenen Hyla) und weiteren "Gartenbewohnern"

 

Wo befindet sich Pairola? Was kann die Umgebung bieten?

Gartentipps zu verschiedenen Pflanzen sind ebenfalls enthalten.

 

 

Mein Garten in Pairola an der italienischen Riviera war für mich der Ort, wo ich mich sehr wohl fühlte. Trotz meines höheren Alters bin ich bis anhin immer noch sehr gerne hingefahren - und ich hoffte bis jetzt, dass es mir möglich sein wird, meinen (für mich) wundervollen Garten noch recht lange betreuen zu können.

 

Erika Rusterholz - im Frühling 2018

Aber die monatelange Bewegungseinschränkung durch Rückenbeschwerden und Reparatur zuerst der rechten alten und nun auch der linken Hüftprothese hat mich jetzt doch zu einem Umdenken gezwungen... ich kann den Garten nicht mehr so pflegen, wie ich es gerne möchte.

Am 14. August 2018 waren es 25 Jahre, dass ich den Rivieragarten voller Freude gehegt und ihn während der letzten Jahre mit vielen Sukkulenten bestückt und damit auch pflegeleicht gemacht hatte. - Und doch habe ich mich nun durchgerungen, den mir lieb gewordenen Garten und die Eigentumswohnung mit Kreuzgewölbe (ein Bijou!) auf dieses Datum hin aufzugeben.

 

Lieben Sie viel Natur rundum? Können Sie sich an verschiedenen Sukkulenten- und einigen Orchideenarten erfreuen? Kann Ligurien, d.h. die wunderbare Gegend am Golf von Diano mit dem am Mittelmeer aussergewöhnlichen Klima, locken?

 

Der Zoo Zürich hätte diesen Garten im Sommer als Geschenk erhalten sollen: nicht nur den ca. 100 m2 grossen Garten und den Vorgarten, sondern auch das Appartamento No. 4 an der Via Garibaldi, bestehend aus Studio, Bad, Portico-Halle: voll möbliert und ausgerüstet zum Hineinsitzen und Geniessen...

Jedoch schien es schwierig zu sein, eine Käuferin /einen Käufer zu finden mit Freude an einem naturnahen kleinen Garten, an viel Blühendem während des Jahres, an Laubfröschchen und Eidechsen, an äusserst guten Orangen, Zitronen und jap. Wollmispeln (geeignet für Konfitüre!) - eine Einführung durch mich würde selbstverständlich sein. Der Erlös sollte für eine grössere Volière für Kleinexoten (Vögelchen aus aller Welt, ich hatte früher solche selber gehalten) im Züri-Zoo verwendet werden.

 

Die erwähnte Dokumentation mit vielen Bildern hätte weiterhelfen sollen, ebenfalls die Innenaufnahmen der Immobilie in Pairola im Detail, d.h. Portico, Studio, Bad, voll möbliert und ausstaffiert:

Aber es schien doch besser/einfacher zu sein, die Schenkung an den Zoo zu sistieren...

 

In der Zwischenzeit habe ich mich entschlossen, die Immobilie samt dem speziellen Garten zu verschenken, und zwar an eine Person mit viel Liebe zur Natur und mit Gartenerfahrung, jedoch mit wenig Geld, um ein solches kleines Paradies kaufen zu können.

Ich freue mich sehr, dass sich eine Bekannte nun als absoluter Naturfan entpuppt hat und für die Schenkung sehr geeignet ist. Ich bin sicher, dass mein Garten weiterhin gut betreut wird - Uebertrag wird im Januar 2019 erfolgen.

Ein kleine Bilderauswahl, hier sehr verkleinert. In der pdf-Datei erscheinen sie jedoch in voller Grösse:

Folie 15

Folie 24

Folie 34

Folie 44

Folie 50

Folie 63

Folie 74

Folie 78

Folie 82

Folie 83

Folie 88

Folie 93

 

 

© Erika Rusterholz