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(wird laufend ergänzt)

   

 

Vorsorge und Nachsorge

Wichtig ist, einen Brustkrebs bereits im Frühstadium erkennen zu können!

Dazu gehört unbedingt das regelmässige Abtasten der Brust, denn das häufigste Brustkrebssymptom ist ein tastbarer, meist schmerzloser Knoten. Je besser eine Frau ihre Brust durch eigenes, wiederholtes Abtasten kennt, desto eher spürt sie einen Tumor in einem frühen Stadium.

Zur persönlichen Vorsorge gehört auch ein gutes Auge. Der Krebs kündigt sich nämlich nicht immer nur durch Knoten in der Brust an. Es ist somit wichtig, die Beschaffenheit und das Aussehen der eigenen Brust gut zu kennen. Veränderungen* sollten sofort von einem Arzt abgeklärt werden.

*kurze Beschreibung solcher Veränderungen

Die monatliche Selbstuntersuchung der Brust nach der Periode mit Bildern und Beschreibung

(für Frauen in der Menopause spielt der Zeitpunkt der Untersuchung keine grosse Rolle)

Wie Brust und Achseln abgetastet werden sollten (Video Focus.de)

Ablauf der Vorsorgeuntersuchung im Brustzentrum (Video TV-Sendung Gesundheit Sprechstunde)

Weibliche Brust - Aufbau und Funktionen (Beschreibung/Skizzen)

MammaMIA: Durchschnittsalter für Brustkrebserkrankung liegt bei 64 Jahren - das Verhalten eines Tumors hängt nicht vom Alter der Patientin ab, sondern von der Biologie des Tumors. So gibt es auch bei älteren Frauen sehr aggressive, schnell wachsende Tumoren, die eine entsprechend aggressive Therapie erfordern. Brustkrebs bei der älteren Patientin - welche Therapie ist wirklich sinnvoll?

 

Eine zusätzliche Mammographie wird bei Unregelmässigkeiten der Brustbeschaffenheit gemacht. Dabei können auch nicht tastbare Tumore erkannt werden. Das heisst, dass sich sehr oft Mikroverkalkungen im Brustgewebe befinden. Wenn diese geballt als Herd auftreten, kann sich daraus oft ein Karzinom entwickeln. Mikroverkalkungen können jedoch nur in der Mammographie gesehen werden, Ultraschall allein genügt also nicht als Vorsorge.

DCIS: die meisten duktalen Carcinomata in situ enthalten Mikroverkalkungen und sind daher mammographisch darstellbar. So können auch Herde unter 1 cm Durchmesser festgestellt werden.

Die Mammographie ist die effektivste Methode zur Früherkennung von Mammakarzinomen, denn durch Tasten können Herde von Ca in situ erst ab etwa 2 cm Durchmesser erfaßt werden, wenn der Herd nahe der Brust-Oberfläche liegt und die Brust gut durchzutasten ist.

Abklärung von Mikroverkalkungen geschieht am besten mittels stereotaktischer Mammotome® Vakuum-Biopsie, computergesteuert, unter Röntgenkontrolle: animierte Darstellung dieser Methode

Stereotaktische Vakuum-Biopsie: 6 Röntgenbilder einer durchgeführten Gewebeprobe

Brust-Zentrum Zürich: Informationen zur Mammographie

Beispiel einer Gruppierung/eines Herds Mikroverkalkungen in der Mammographie

Vorgehen bei Mikrokalk: Vortrag Prof. Dr. Rahel Kubik und Mafalda Trippel, Baden (2011)

Die verschiedenen Diagnosemethoden: Tastuntersuchung, Mammographie, Sonographie, Biopsie

lifeline.de: Gezielte Brustkrebsvorsorge "Mammografie oder Ultraschall – was ist besser?"

Elastographie - aktueller Stand (2011): Vortrag Dr. Elvira Pilz, Zürich (2011)

   

Die meisten Knoten in der Frauenbrust sind gutartig, sie entstehen im Bindegewebe (Fibroadenome) oder selten im Fettgewebe (Lipome). Fibroadenome wachsen um Drüsenläppchen zu Knollen heran. Ob sie gutartig sind, lässt sich nur mit einer Analyse (Biopsie) überprüfen. Wenn sicher ist, dass die Zellen nicht mutieren und der Knoten nicht stört, gibt es keine zwingenden Gründe, ihn zu entfernen.

 

Viele der tastbaren Unregelmässigkeiten im Brustgewebe sind keine Neubildungen, sprich Geschwülste (lateinisch: Tumoren), sondern Mastopathien oder Zysten.

Am häufigsten entstehen Fibroadenome bei Frauen zwischen 15 und 30 sowie zwischen 45 und 55 Jahren. Etwa jede dritte Frau hat Fibroadenome.

Jedoch bei etwa jedem vierten Knoten handelt es sich um einen bösartigen Tumor. Eine gründliche Abklärung ist darum in jedem Fall unumgänglich.

   

BI-RADS-Klassifikation erweitert (bei Mammographie)

ACR ist eine Einteilung der Brustdichte bei der Mammographie, unterteilt in 4 Dichtetypen: je dichter, desto schlechter ist die Mammographie beurteilbar - ein (bösartiger) Befund kann leicht übersehen werden. Daher sollte bei einem mammographischen Dichtegrad ab ACR 2 stets auch eine ergänzende Ultraschalluntersuchung erfolgen. Ausführlicher (Dr. Schlappack's Strahlen-Service) →

 

 

BI-RADS–Klassifikation - Beurteilung im BI-RADS Ultraschall-Lexikon (direkter Link)

Praxis der Mamma-Sonographie: div. Vorträge im UniversitätsSpital Zürich (2006)

 

Nach einer Tumorentfernung ist eine Nachsorge während der folgenden Jahre sehr wichtig. In regelmässigen Abständen muss die operierte Brust untersucht werden, um eventuell aufkommende neue Krebszellen möglichst früh erkennen und behandeln zu können.

Dabei sollte ein sehr erfahrener Arzt im Bereich Brustkrebs in regelmässigen Abständen die Brust abtasten: während der ersten 2 - 3 Jahre nach der Operation ungefähr alle 3 – 4 Monate, ab dem dritten oder vierten Jahr etwa halbjährlich. Die Abstände zwischen den Untersuchungen werden mit der Zeit jedoch immer grösser.

Alle Jahre ist zudem eine Mammographie von beiden Brüsten notwendig.

 

Der Nachsorgeplan kann von Arzt zu Arzt etwas verschieden sein.

Wie eine Nachsorge über Jahre hinweg aussehen kann - mit Mammographien und Ultraschallbildern

(die ersten 5 Jahre nach BET beidseits, die folgenden Jahre mit Silikon-Implantaten)

Zurück ins Leben nach Brustkrebs: Vortrag Dr. Stephanie von Orelli, Zürich (2010)

 

Was sind die grössten Risikofaktoren?

Die zwei wichtigsten und nicht beeinflussbaren Risikofaktoren sind Alter und Geschlecht - es erkranken fast nur Frauen an Brustkrebs. Und je höher das Alter, desto höher das Risiko. So sind 77 Prozent aller Frauen zum Zeitpunkt der Diagnosestellung über fünfzig Jahre alt.

Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Einflüsse, die das Risiko von Brustkrebs leicht erhöhen, wie die Antibabypille, eine Hormontherapie nach den Wechseljahren, das Rauchen oder die Ernährung.

Stärker gefährdet sind auch Frauen, die eine Mutter, Tochter oder Schwester mit Brustkrebs in der Familie haben.

youtube.com: Brustkrebs! Wer gehört zur Risikogruppe? Was bedeutet die Diagnose? (Helios-Kliniken)

familiärer Brustkrebs: genetische Vorbelastung (BRCA1 und 2):

erbliche Mamma- und Ovarial-Carcinomas - Publikation von Dr. Nicole Bürki, Liestal

Hereditäre Tumorkrankheiten / familiärer BK - Publikation von Dr. Nicole Bürki, Liestal

Buch «Familiärer Brustkrebs»: Diagnose, Beratung, Therapie und Langzeitbetreuung

BRCA-Netzwerk e.V.: Hilfe bei familiärem Brustkrebs und Eierstockkrebs - Infos, Tipps, Erfahrungen

INKA: Informationen und Zentren zum familiären Brust- und Eierstockkrebs

.

Das hereditäre Mammakarzinom: Genetik, Prävention, Therapie: Vortrag Dr. Nicole Bürki, Liestal

Wikipedia: BRCA1 - Beschreibung und Auswirkungen von BRCA1-Mutationen, wann Gentest

Wikipedia: BRCA2 - Beschreibung, Risiko und Erkennung, wann DNA-Analyse

SAKK Schweiz. Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung: Genetische Beratung (CH-Adressen)

 

Ernährung und Mammakarzinom: Vortrag Dr. Patric Beer, Bülach (2010)

Behandlung des Brustkrebs - und was kann ich selber tun: Vortrag PD Dr. Mathias Fehr (2010)

Fettmetabolismus und Sport-neue Erkenntnisse: Vortrag Dr. Eliane Sarasin, Zürich (2009)

 

Wie hoch ist die Chance, den Brustkrebs zu überleben?

Fünf Jahre nach der Diagnose leben noch nahezu achzig Prozent der erkrankten Frauen. Seit den Neunzigerjahren überleben in der westlichen Welt immer mehr Frauen die Krankheit dank wirksamerer Medikamente sowie besserer Früherkennungsprogramme - je eher ein Brustkrebs entdeckt wird, desto grösser die Heilungschancen!

 

Die Fibroadenome sind meist gutartige Tumore. Diese bei jüngeren Frauen sehr häufigen Tumore (gewuchertes Bindegewebe) in den Drüsenläppchen treten meist im oberen Teil der Brust auf. Sie sind an dieser Stelle gut zu ertasten. Grosse Fibroadenome können sogar als Wölbungen der Haut auffallen. Ob die Geschwulste gut- oder bösartig sind, muss der Arzt mit einer Stanzbiopsie überprüfen. Stellt ein Fibroadenom keine Gefahr dar, muss es nicht entfernt werden.

BrustkrebsInfo: Ausführliches zum Fibroadenom und der Sonderform Phylloidtumor (CSP)

Bei den Zysten handelt es sich um Drüsenläppchen, deren Ausgang verschlossen ist. Darin sammelt sich Flüssigkeit, die Zyste wächst. Irgendwann kann sie ertastet werden. Per Tastbefund ist sie nicht von einem Tumor zu unterscheiden. Ihr Druck verdrängt das Bindegewebe und kann Schmerzen verursachen.

Zysten: wann besteht Handlungsbedarf? : Vortrag PD Dr. Andreas Günthert (2010)

Unter dem Begriff Mastopathie fassen die Ärzte eine ganze Gruppe von unterschiedlichen Knotenarten zusammen, die eines gemeinsam haben: die Vermehrung von Bindegewebe in der Brust. Mit dem Bindegewebe vermehren sich auch oberflächliche Milchgang- und Drüsenläppchenzellen, die zu Krebszellen mutieren können. Mastopathien selbst sind also ungefährlich, sie steigern jedoch das Krebsrisiko.

Vorgehen bei Milchgangssekretion: Vortrag Dr. Claudia Braschler, Zürich (2010)

 

 

dkfz. Deutsches Krebsforschungszentrum, Krebsinformationsdienst: Ausführliches zur Früherkennung

   

Brustkrebs bei Männern - leider wird dies kaum je erwähnt. Ein erhaltenes e-mail rüttelt auf:

"Mein sehr guter Freund Michael ist im September 2011, ein Jahr nach der Diagnose, an Brustkrebs gestorben. Brustkrebs bei Männern ist sehr selten - wenn, dann aber oft nicht zu überleben. Vereine, wie dieser, könnten Männern klar machen, dass auch sie – unwahrsheinlich, aber möglich - in Gefahr sein können. Vielleicht würde er heute noch leben, wenn dies mehr im öffentlichen Bewusstsein wäre."

 

Brustkrebs gilt zwar als typische Frauenerkrankung, aber auch Männer, eher ältere, können davon betroffen sein. Die Chancen auf Heilung sind bei Männern die gleichen wie bei Frauen; die Behandlung richtet sich nach den selben Leitlinien wie für Frauen (siehe auch Bemerkung des Netzwerks "Männer mit Brustkrebs").

 

Brustkrebs bei Männern ist jedoch ein Tabuthema. Das ist ebenfalls ein Grund, warum Brustkrebs bei Männern im Durchschnitt viel später diagnostiziert wird, als dies bei Frauen der Fall ist. Dadurch verschlechtert sich leider auch die Prognose.

Bei einem Verdacht ist es daher ratsam, sofort ein Brustzentrum für weitere Abklärung aufzusuchen.

Der Krebsinformationsdienst KID hat für betroffene Männer, ihre Familien und Freunde einen Überblick über Risikofaktoren, Symptome, Untersuchungen bei Verdacht, Behandlung, Krankheitsbewältigung und anderes mehr zusammengestellt:

DW-Gesundheit: Auch Männer bekommen Brustkrebs - zum Artikel:

ORF2 "Bewusst gesund" vom 9. Mai 2015: Brustkrebs beim Mann - Video:

Universität von Texas/MD Anderson Cancer Center: Male breast cancer - what men should know

Netzwerk "Männer mit Brustkrebs": Auffangen - Informieren - Begleiten

Erwähnt wird hier, dass die Behandlung gemäss denen der Frauen zwar nicht falsch ist - aber richtig und wichtig ist auch, dass dies so geschieht, weil nur wenige Erkenntnisse vorliegen, wie man Männer behandeln kann. So gibt es (auf Grund der geringen Inzidenz) keine belastbaren Studien über die Behandlung von Männern mit Brustkrebs. Auch ist anzunehmen, dass es wesentliche Unterschiede gibt. So sind z.B. Aromatasehemmer bei Männern möglicherweise ohne Wirkung, weil beim Mann in den Hoden Östrogene unabhängig von Aromatase gebildet werden. Netzwerk erteilt weitere Auskünfte:

Gegenüberstellung der Häufigkeit von Brustkrebs (Mammakarzinom) bei Männern und Frauen

gemäss Krebsliga Schweiz-Statistik* ~ massgeblicher Zeitraum 2003 – 2007 (Jahresdurchschnitt):

.

 

Männer

Frauen

Total

Total Neuerkrankungen pro Jahr (Inzidenz)

38 (0.7 %)

5'244 (99.3 %)

5'282 (100 %)

Anteil an allen Krebs-Neuerkrankungen pro Jahr

0.2 %

31.9 %

14.7 %

Todesfälle pro Jahr (Mortalität)

7 (0.5 %)

1'331 (99.5 %)

1'338 (100 %)

Anteil an allen Krebs-Todesfällen pro Jahr

0.1 %

19.1 %

8.6 %

*Krebs ist in der Schweiz keine meldepflichtige Krankheit, aus diesem Grund gibt es keine präzisen statistischen Zahlen zu Krebs-Neuerkrankungen in der Schweiz.

 

 

Erfahrungen:

Konsequenzen eines Gentests:

Wegen gehäufter Brustkrebsfälle in der Familie machte ich einen Gen-Test mit dem Ergebnis, dass ich eine BRCA-2 Genmutation habe. Mein Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, ist bei etwas über 60 %; und das Risiko, Eierstockkrebs zu bekommen, ist bei ungefähr 30 %.

Für mich stand immer die Mastektomie im Vordergrund - von Alexandra

"Man kann sich wohl niemals sicher sein?" - Frage im Krebs-Kompass-Forum / Antworten zu Rückfall